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Jan

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Ist man mit Kindern auf einer Trekkingtour und will nicht Berge von Kleidern mitschleppen, kommt man nicht darum herum, unterwegs Kleider zu waschen. Ich meine, es ist ja nicht notwendig, dass die Kinder stets in sonntags-sauberen Kleider herumlaufen, wenn man im Hinterland unterwegs ist. Aber ab einem gewissen Punkt ist es auch eine hygienische Frage, und so wird man immer wieder damit beschäftigt sein, unterwegs Kleider waschen zu müssen.

Was sich relativ einfach anhört, ist gar nicht so einfach. Waschmaschinen sind schon sehr praktische Dinger! An was man da alles denken muss. Waschmittel mitbringen, ökologisch sollte es sein. Check. Wie trockne ich die Kleidungsstücke, vor allem, wenn man in einem regenreichen Land wie Schottland ist? Nur an Sonnentagen waschen? Schon schwieriger.

Kleider waschen auf unserer 14-tägigen Schottland-Reise (2017)

Ganz ehrlich, auf unserer 14 tägigen Reise um die Isle of Arran hatten wir fast täglich etwas zum waschen. Da wir jedes Kleidungsstück nur zweimal dabei hatten (also zwei paar Socken, zwei paar Unterwäsche, je ein paar kurze und lange Hosen, zwei Oberteile), musste man sicher einmal am Tag etwas waschen. Bei fünf Personen gab das eine tägliche Wäsche. Bei schönem Wetter mehr, bei schlechtem weniger.

Zuerst sucht man sich ein schönes Plätzchen mit frischem Wasser. Es muss gut zugänglich  sein, man will sich ja meistens nicht gleich selber mitwaschen.

Welches Waschmittel soll es sein?

Als Waschmittel hat sich eine feste Seife als sehr nützlich herausgestellt. Wir haben diese benutzt um Kleider zu waschen, als Körperseife, Händewaschen und Geschirrabwasch. Also einfach alles was gewaschen werden musste. Durch die feste Form wird auch sichergestellt, dass z.B. die Kinder die Seife nicht verschwenden und sie auf halber Reise leer ist. Die Seife haben wir in ein Bienenwachstuch eingewickelt. Dies diente auch als Unterlage der Seife, wenn diese benutzt wurde. Da das Bienenwachstuch wasserdicht ist, kann man es auch Problemlos verstauen.

Vorgang

Zuerst alle Kleider nass machen. Danach eines nach dem anderen nehmen und mit der Seife einreiben und durch kneten die Seife hineinarbeiten. Die Kleidungsstücke kommen alle auf einen Haufen. Nun noch einmal jedes Teil im Wasser auswaschen. Wieder auf den Haufen. Zuletzt die Kleidungsstücke gut ausdrehen. Achtung! Wenn Outdoorkleider bestehen oft aus feinem Stoff. Dieser darf nicht zu fest verdreht werden, sonst wird die Struktur des Stoffes zerstört.

Probleme

Durch das häufige Waschen wurden die Hände sehr in Mitleidenschaft gezogen. Einerseits wohl von der Seife (es war zwar extra hautfreundliche), anderseits vom Kneten und Ausdrehen. Wir haben zwar Handcreme benutzt, aber die Hände sind trotzdem aufgesprungen. Das kann dann auf die Dauer zu grossen unerwünschten Schmerzen kommen.

Ein weiteres Problem ist die Temperatur des Wassers. Vielleicht ist das schon jammern auf hohem Niveau, aber es ist nicht zu unterschätzen, wenn man seine Hände 15-20 Minuten im eiskalten Wasser halten muss.

Upgrade

Für unsere nächste Tour haben wir uns eine Hochgelobte Scrooba Wash Bag gekauft. Damit erhoffen wir uns, dass das Waschen nicht mehr so anstrengend ist und wir seltener Kleider waschen müssen, dafür mehr auf einmal waschen können. Wir werden nach unserem ersten Feldeinsatz sicher darüber berichten!